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Buchlesung

Geschichten aus dem Leben und in vollen Zügen trugen Ute Apiz und Elke Hübener- Lipkau bei der Buchlesung am 5. November im Glassaal der Burg Ziesar vor. Beide Autorinnen sind Mitglied im Literaturkollegium Potsdam.  Eingeladen hatte dazu der Kultur- und Heimatverein Ziesar.

 

Zu hören waren Geschichten und Gedichte, die zum Schmunzeln anregten.  „Ich war Ende vierzig und Mutter einer pubertierenden  Jugendlichen“, hörten die Anwesenden von Ute Apitz. Apitz erzählte in ihrer Geschichte, wie ihre Verabredung mit der ehemaligen Jugendliebe durch den Trabant-Autoschlüssel scheiterte. Tochter Dana, die an dem Nachmittag die Lesung mit musikalischen Beiträgen umrahmte, verfolgte das Erzählte aufmerksam. Am Ende war die Protagonistin zufrieden, das das Treffen scheiterte. „Wer will schon einen Mann, der mit Ende vierzig noch bei der Mutter wohnte“, lies Apitz das Publikum wissen.  Sehr witzig und unterhaltsam erzählt.

 

Elke Hübener – Lipkau unterhielt  die Frauen und Männer mit kurzen Gedichten und Stücken wie „Meine Freundin hat einen Vogel“. Hier erzählte Elke eine Geschichte über ein Telefonat mit einer Freundin. Auf das richtige Zuhören  kam es am Ende an. Die Freundin hatte ihr am Telefon mitgeteilt, dass sie das Augenleiden Grauer Star hatte und nicht einen Rabenvogel, der keine Linsen isst   Aufgegriffen aus Alltagsituationen, wie es jeder schon mal erlebt hatte. Sehr schön war auch der Beitrag „Wieviel Mann braucht eine Frau“. Die Autorin träumte von einem Mann, der sie sieben Tage die Woche aufmerksam verwöhnen sollte. Am Ende war ihr das doch zu viel Zuwendung und meinte, dass der eine, so wie er ist, ihr völlig ausreichend sei. Es war eine sehr humorvolle Lesung mit Inhalten, in denen sich jeder der Zuhörer wiederfinden konnte. Auch die Art des Vortragens durch Ute Apitz im Berliner Dialekt riss das Publikum in ihren Bann. An den Reaktionen der Gäste konnten wir das fröhliche Stimmungsbarometer gut erkennen. Der goldene Herbst streckte an diesem Tag seine Strahlen durch die Glasfenster des Glassaals.  Das rundete die Atmosphäre der Buchlesung  ab. Die Musik von Dana Apitz verleite der Veranstaltung eine sehr schöne Note.  In der Pause gab es heitere Gespräche zwischen den Gästen. Kaffee, Kuchen und   ein Glas Sekt rundeten den Nachmittag ab. Ca. 60 Frauen und Männer aus den umliegend Orten fanden den Weg in den Glassaal der Burg Ziesar und waren Ohrenzeugen von Texten und Musik, wie sie das Leben nicht besser schreiben konnte.


Silvia Zimmermann 

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Veröffentlichung

So, 05. November 2023

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