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Gusseiserner Adler

Heimatverein_Ziesar_o_InV_9

Gusseiserner Adler - aus der Werkstatt von Schmiedemeister Richard Lindner – verkörpert die Geschichte der Schmiede und des ehemaligen Hotel Schwarzen Adler in Ziesar

 

Inventarnummer: 0 Inv. Objekt gehört zur Sammlung die Stadtgeschichte von Ziesar 

Objektart: Schmiedekunstwerk

Objektbezeichnung: Gusseiserner Adler 
 

Objektbeschreibung: Das schmiedeeisern hergestellte getreue Abbild eines auffliegenden Adlers wurde gegen Ende der 1920-ziger JDas schmiedeeisern hergestellte getreue Abbild eines auffliegenden Adlers wurde gegen Ende der 1920-ziger Jahre auf dem ehemaligen Hotel Schwarzer Adler in der Badstraße angebracht. Der damalige Hotelbesitzer Kurt Pettinger gab diesen Vogel in Auftrag. Das kunstvolle Werk stammt aus der Werkstatt von Schlossermeister Richard Lindner. Zu erkennen ist, dass alles in mühevolle Kleinkunst, und  mit der Hand in geschickter Arbeit geschmiedet wurde. Der Adler ist etwas 140 X70 cm groß und hat ein Gewicht von 90 Kilo. Der Adler thronte bis Mitte der Fünfziger Jahre im letzten Jahrtausend über den Eingang zum ehemaligen Hotel. Durch mysteriöse Umstände verschwand das Wappentier von seinem Podest. Die Familie Lindner bewahrte den Adler viele Jahre auf.  Mit der Einrichtung des neuen Heimatmuseums 2004/05 überließ die Familie dem Museum den stattlichen kunstgeschmiedeten Adler. Zwischen geschmiedeten Kerzenständern, Rosensträußen und Palmenzweigen aus der Schlosserei Lindner bekam  er einen neuen Platz.  Der Gusseiserne Adler wurde zuvor in der Werkstatt von Manfred  Wiere aus Tucheim (Sachsen-Anhalt) restauriert. Der Aufwand war gering, da der Adler keine besonderen Schäden aufwies.


Das von den Meister Richard Lindner geschaffene Werk zeugt von hohem handwerklichem Können und verleiht dem heimischen Handwerk in Ziesar eine besondere Ehre.  Ein zweiter Adler kann in der Stadt über dem Eingang zur  Adler Apotheke bestaunt werden.


Die Schlosserei Lindner gehörte mit zu den ältesten Metallbetrieben von Ziesar. Der Betrieb in der Schlossstraße wurde am 15. November 1835 von Schlossermeister Andreas Leberecht/Lindner eröffnet. In mehreren Generationen wurden Schmiedearbeiten, Nägel und Kunstobjekte in Handarbeit hergestellt. Kurt Linder war der letzte Betreiber der Schlosserei Lindner. Dieser spezialisierte sich auf Maschinenbau. Er produzierte Schneepflüge und andere Geräte für die Straßenmeistereien. Die Werkstatt wurde 1987 geschlossen.

 

Material /Technik: Gusseisen , Farbe schwarz 
 

Literatur: 500 Jahre Handwerk, Handel und Gewerbe in Ziesar, Willi Ebert, 1. Auflage 1998, 

Tageszeitung: Anzeiger von Ziesar und Umgebung, Herausgeber Wilhelm Leddin, September 1929

Archiv Kultur- und Heimatverein Ziesar 

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